Zu Beginn meines beruflichen Weges war meine Sicht auf Psychotherapie eher mechanisch und stark problemlöseorientiert. Gefühle erschienen mir häufig als störend – etwas, das man möglichst rasch regulieren oder „in den Griff bekommen“ sollte.
Erst durch mein Studium, intensive Selbsterfahrung und die Begegnung mit inspirierenden Mentor*innen begann ich, die tiefgreifende Bedeutung von Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen wirklich zu verstehen. Schritt für Schritt entwickelte sich daraus eine Haltung, die heute das Fundament meiner therapeutischen Arbeit bildet: emotionsfokussiert, beziehungsorientiert und zutiefst menschlich.
Ich bin überzeugt, dass nachhaltige Veränderung dort beginnt, wo wir unsere eigenen inneren Prozesse besser verstehen. In der Therapie geht es daher zunächst darum, gemeinsam ein Erklärungsmodell zu entwickeln: Warum fühle, denke und handle ich so, wie ich es tue? Welche Erfahrungen, Prägungen und Schutzstrategien haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin?
Indem wir Automatismen, Gedankenmuster und emotionale Reaktionen achtsam erforschen, entsteht Selbstverständnis statt Selbstkritik. Dieses Bewusstsein eröffnet Wahlmöglichkeiten. Es schafft den Raum, innezuhalten und sich bewusst für neue Wege zu entscheiden – Wege, die näher an die eigene Vorstellung der Person heranführen, die man sein möchte.
Werte und persönliche Ziele dienen dabei als innerer Kompass. Sie geben Orientierung, gerade dann, wenn alte Muster sich noch einmal zeigen. Veränderung bedeutet für mich nicht, etwas „wegzumachen“, sondern sich Schritt für Schritt in Richtung eines erfüllteren, stimmigeren Lebens zu bewegen.
Methodisch arbeite ich vor allem mit Elementen der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) sowie der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT). Beide Ansätze verbinden Achtsamkeit, Emotionsregulation und konkrete Handlungsstrategien – immer eingebettet in eine tragfähige therapeutische Beziehung.
Die therapeutische Beziehung selbst ist für mich ein zentraler Wirkfaktor. Ich begegne meinen Patient*innen mit einer humanistischen, wertschätzenden und respektvollen Haltung. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Gründe und seine eigene Würde mit.
Und trotz aller Ernsthaftigkeit darf auch Humor Raum haben. Manchmal liegt gerade im gemeinsamen Lachen eine besondere Form von Entlastung – und die Erfahrung, dass Entwicklung nicht nur schwer, sondern auch lebendig und hoffnungsvoll sein darf.
In diesem Sinne verstehe ich Psychotherapie als einen gemeinsamen Weg: mit Klarheit, mit Mitgefühl und echter Begegnung.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und Sie ein Stück auf Ihrem persönlichen Weg begleiten zu dürften.
Studium der Psychologie an der Radboud Universiteit Nijmegen
Mehrjährige Tätigkeit als Stationspsychologe in der Psychosomatischen Fachklinik Hochsauerland (Schwerpunkt Persönlichkeitsstörung und Traumafolgestörungen)
Stellv. Teamleitung in der Fachklinik Fredeburg (Suchtrehabilitation)
Approbation als Psychologischer Psychotherapeut
Fachkundenachweis in Verhaltenstherapie bei Erwachsenen (AVT), Einzel- und Gruppentherapie
Arztregistereintrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
Zulassung zur Teilnahme an der vertragspsychotherapeutischen Versorgung durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Mitglied der Psychotherapeutenkammer NRW
Mitglied der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung
Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen
Umfangreiche Weiterbildung in der DBT
Regelmäßige Teilnahme an kollegialen Intervisionen, einem Qualitätszirkel sowie weiteren fortlaufenden Supervisionen und Selbsterfahrungen